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Gesprächstipps
Vor dem Gespräch
Bitte den Kunden, die letzte Jahresabrechnung bereitzuhalten. Ohne den echten Verbrauch ist jeder Vergleich nur eine Schätzung – und eine falsche Schätzung fällt später auf dich zurück, wenn die Abschlagszahlung nicht passt.
Bei Gewerbekunden vorher klären, ob und bis wann der laufende Liefervertrag kündbar ist. Viele Inhaber kennen ihre eigene Kündigungsfrist nicht genau – das entscheidet aber, ob heute überhaupt etwas Sinnvolles passieren kann.
Wo ansetzen
Bei Firmen sind kleinere und mittlere Gewerbebetriebe (Gastronomie, Einzelhandel, Handwerk, Büros) meist leichter zu erreichen als große Verbraucher mit registrierter Leistungsmessung – dafür gelten andere Prozesse. Ansprechpartner ist dort meist der Inhaber oder die Büroleitung.
Im privaten und persönlichen Umfeld ist der beste Zeitpunkt kurz vor Vertragsende oder direkt nach einer Preiserhöhungs-Mitteilung des aktuellen Anbieters – dann ist das Thema für den Kunden gerade präsent.
Im Gespräch
Bei Fragen zur eigenen Provision ehrlich antworten, wenn danach gefragt wird. Gerade im eigenen Umfeld triffst du die Leute wieder – Vertrauen zählt mehr als ein einzelner schneller Abschluss.
Erkläre Preisgarantien so, wie sie wirklich sind: eine „Netto-Preisgarantie" deckt zusätzlich die Netzentgelte ab, eine „volle" Preisgarantie zusätzlich Steuern und Abgaben – das sind echte Unterschiede, keine Formsache.
Setz realistische Erwartungen an die Umstellung: Kündigungsfrist und Lieferantenwechsel brauchen Zeit, „morgen ist alles günstiger" stimmt so gut wie nie.
Nach dem Abschluss
Der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim alten meist automatisch – der Kunde sollte trotzdem selbst kurz prüfen, dass keine doppelte Lieferung oder Kündigung entsteht.
Bleib in Kontakt. Ein zufriedener privater Kunde ist oft die beste Quelle für den nächsten Kontakt in Nachbarschaft, Verein oder Familie – nicht die schnellste Anfrage danach.
Worauf du achten solltest
Empfiehl nur Tarife, die wirklich zu Sparte und Verbrauch passen (Wärmepumpenstrom braucht einen eigenen Tarif, kein normaler Haushaltstarif). Ein falsch empfohlener Tarif fällt am Ende auf dich zurück, nicht nur auf den Kunden.
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